Manche Menschen laufen fröhlich durch den Tag, weil sie die Gewissheit haben, dass Gott sie liebt. Sie beziehen so viel an Kraft und Energie aus diesem Glauben und können nicht nachvollziehen, dass es Menschen gibt, denen schlichtweg egal ist, ob es überhaupt einen Gott gibt oder ob irgendein Gott da draußen sie liebt. Es sprengt vollkommen ihre Vorstellungskraft, kreist ihre zentrale Frage nach dem Sein doch letztlich immer um die Auffassung, Gott habe diese Welt erschaffen und wir sind ihm zu Dank verpflichtet und müssen ihn ehren.

Das kann ganz schön nerven, denn wer die Existenz Gottes auch nur leise anzweifelt, wird von diesen Gläubigen entweder müde belächelt (… der wird auch noch draufkommen, was diese Welt im Kern zusammen hält …) oder mit Argumenten und Pseudo-Argumenten zugeschüttet, die jeden Einwand obsolet machen bzw. hat man oft nicht die Geduld, die Spinnweben dieses Aber-Glaubens Stück für Stück zu zerreißen. Resignierend stelle ich fest: Glaubt ihr nur, so lange ihr wollt – denn wie heißt es so schön: Wer’s glaubt, wird selig?